Der Bürgerwindpark

Die Nutzung der Windenergie ist eine der Säulen der Energiewende. Damit nicht nur große, zumeist ausländische Investoren davon profitieren, entstand vor fast zwei Jahren die Idee des Bürgerwindparks Merfeld, an dem sich Merfelder Bürgerinnen und Bürger beteiligen können und so die Wertschöpfung aus der neuen Energie in der Region halten.

Der Bürgerwindpark entsteht unter enger Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Initiatoren, primär den betroffenen Grundstückseigentümern, sowie weiteren Personen aus Dülmen und der unmittelbaren Umgebung unter Einbindung der örtlichen Verwaltung und Politik. Zielsetzung dabei ist es Betroffene zu Beteiligten zu machen.

Die Gründung der Entwicklungsgesellschaft erfolgte in der Rechtsform der GbR mit 96 Gesellschaftern. Gesellschafter sind hauptsächlich die Grundstückseigentümer und darüber hinaus interessierte Personen, die sich in der Gründungsphase einbringen wollen. Die GbR-Gesellschafter stellen das anfängliche Risikokapital zur Verfügung, um die zunächst ergebnisoffenen Gutachten zu finanzieren; Gutachten, die über die Durchführbarkeit des Vorhabens entscheiden.

Wodurch unterscheidet sich der Bürgerwindpark von herkömmlichen Investorenkonzepten?

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Investorenkonzepten, steht beim Konzept Bürgerwindpark die bereits genannte ausschließliche Beteiligung der lokalen Bürger im Vordergrund, bei klassischen Investorenkonzepten dagegen die Geldanlage auch regionsexterner Investoren.

Bei dem Bürgerwindpark können sich die Grundstückseigentümer und Dülmener Bürger konzeptionell und finanziell beteiligen.

Ferner bleibt die komplette Wertschöpfung vor Ort:

Gewerbesteuer, Handwerker während der Bauphase und spätere Wartung, Ausschüttungen etc.

Wie stehen die örtliche Politik und die Verwaltung zu dem Vorhaben?

Es wurde von der Gründungsgesellschaft ein Antrag auf Einrichtung eines Windvorranggebietes eingebracht. Sowohl im Umwelt- als auch im Bauausschuss sowie im Rat der Stadt Dülmen stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit für eine Prüfung des Antrages auf seine Umsetzbarkeit.